Karate: Auf den Spuren von Musashi

In einer Berghöhle soll der japanische Schwertmeister Miyamoto Musashi seine letzten Lebensjahre verbracht haben. Dort verfasste er auch das Buch der fünf Ringe (五輪書 Gorin no Sho). Mit seiner legendären Zwei-Schwert-Technik gilt Musashi als bester Samurai aller Zeiten.

Nicht weit entfernt von diesem Ort, der heute Pilgerstätte für Kampfkünstler ist, befindet sich das Grab des Meisters. Es liegt eingebettet in einem schönen Park in Kumamoto.

Beide Orte – Höhle und Grab – hat unser Karate Trainer Oliver Schömburg während seiner letzten Japan- und China-Reise im April 2019 besucht.

Reigandō – Eingang zur Höhle von Miyamoto Musashi

Training beim Großmeister

Darüber hinaus hatte Oliver Dank seines in Japan lebenden Freundes André Bertel die Gelegenheit und Ehre, im Dojo eines alten Karate Großmeisters zu trainieren – ebenfalls in Kumamoto. Spannend dabei: das Dojo war in einer kleinen Seitenstraße versteckt und sehr unauffällig. Keine große Werbetafel, keine Wegweiser – nur ein winziges Schild vor dem Eingang. Man bedenke: hier lehrt einer der hochrangigsten Karate Meister Japans. Bescheidenheit, Perfektion und Können – das ist das Land der aufgehenden Sonne.

Beim Grab von Musashi in Kumamoto

Viele Worte sollen über das Training nicht verloren werden. Nur so viel: der Anblick sechsjähriger Schwarzgurt-Kämpfer – die wirklich etwas können – wird in Erinnerung bleiben.

Übrigens: die jungen Schüler haben nach dem Training ganz selbstverständlich und ohne Aufforderung den Fußboden geschrubbt…

Training in Kumamoto

Prüfung zum 3.Dan

Einige Tage zuvor hat Oliver in der Stadt Oita seine Karate Prüfung zum 3.Dan bestanden. 2017 hatte er hier auf der Südinsel Kyushu schon einmal trainiert und einige Hausaufgaben mit auf den Weg bekommen. Offensichtlich war das Ergebnis nun zufriedenstellend.

Training in China

Die Reise nach Japan hatte für Oliver in China begonnen und auch geendet. Dort hat er inzwischen quasi sein zweites Zuhause, denn es ist die Heimat seiner Frau. Wieder zurück in Shanghai boten sich viele Gelegenheiten, auch hier zu üben. In China ist es üblich, auf größeren Plätzen oder in Parks einfach die Musik anzustellen. Große Rentner-Gruppen verbringen dann hier ihre Freizeit beim Tanz, Schach, Taiji, Qigong oder Kungfu. Wenn sich dann jemand dazu gesellt und Karate trainiert, ist das nichts Ungewöhnliches.

Karate in Shanghai
Mit Sensei Jiang (7.Dan) in Shanghai

Das letzte Training vor der Rückreise nach Ahrensburg fand beim Ex-Nationaltrainer von China statt. Dieser war es auch, der vor Jahren eine seiner Schülerinnen bat, für die Langnase aus Deutschland zu übersetzen…

2019, Oliver Schömburg

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